Der Gundermann (Glechoma hederacea) – auch Gundelrebe genannt – ist eine heimische Wildpflanze, die reich an ätherischen Ölen, Bitterstoffen (Glechomin), Gerbstoffen und Flavonoiden ist. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird der Gundermann aufgrund seiner entzündungshemmenden und schleimlösenden Wirkung sehr geschätzt.
Gerbstoffe: Sie wirken zusammenziehend, entzündungshemmend und bakterienhemmend auf Schleimhäute und Wunden.
Flavonoid-Verbindungen: Pflanzliche Antioxidantien, die Zellen vor freien Radikalen schützen und das Immunsystem unterstützen.
Bitterstoffe: Der spezifische Bitterstoff Glechomin regt den Stoffwechsel, die Verdauung und die Produktion von Magensaft an.
Senfölglykosoide: Kommen ausschließlich in der Familie der Kreuzblütler vor und sorgen für einen leicht bitterscharfen Geschmack. Sind fett. - und Alkohol-lösend. Höchste Konzentration in den Samen, ansonsten in der ganzen Pflanze.
Anwendungsbereiche
- Äußerlich angewendet: schlecht heilende Wunden (offene Beine), Akne, Ekzeme, Geschwüre
- Innerlich angewendet: Anregung des Stoffwechsels, entgiftet enorm, „treibt Eiter und Schleim aus dem Körper, leitet Schwermetalle aus (insbesondere Blei!) und hilft bei langwierigen Krankheiten, chronischer Bronchitis, Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten, Mandel-, und Mittelohrentzündung.
Rezept für eine heilende Salbe
Kökosöl hat einen Lichtschutzfaktor 4 und schützt vor Zecken, Mücken und Flöhen, Gundermann klein schneiden, 60 Minuten leicht ziehen lasse, über Nacht ziehen lassen, nach 3 Tagen nochmal erwärmen. Eine höhere Konzentration erreichst du, wenn du alles nochmal 2 bis 3 Wochen ziehen lässt.
Die Salbe hält c.a. 6 Monate bei Zimmertemperatur, 12 Monate im Kühlschrank, danach lässt die Wirkung nach.
